Viele Menschen wissen sehr genau, was ihnen guttun würde und scheitern trotzdem daran, es umzusetzen. Nicht aus mangelnder Disziplin, sondern weil ihr System erschöpft ist. Weil ihr Körper längst Grenzen setzt, die ihr Verstand noch ignoriert. Weil innere Härte oft stärker wirkt als jede äußere Belastung.
In meiner Arbeit verbinde ich fachliches Wissen mit etwas, das man nicht lernen kann: Gelebte Erfahrung.
Ich arbeite körpernah, ehrlich und ohne Druck. Nicht, um dich zu „optimieren“, sondern um dir wieder Zugang zu dir selbst zu ermöglichen. Zu deinem Körper. Zu deinen Grenzen. Zu deiner inneren Kraft.
Wenn Wissen nicht aus Büchern kommt, sondern aus dem Körper
Es gibt Dinge, die lassen sich lernen. Und es gibt Dinge, die lassen sich nur erfahren : mit dem eigenen Körper, im eigenen Leben.
In meiner Arbeit mit Klientinnen und Klienten sage ich oft:
- „Ich kann nicht im Einzelnen nachempfinden, wie es für dich ist, denn jede Situation ist anders. Gleichzeitig kann ich bei vielem mitreden, weil ich weiß, wie es sich anfühlt.“
- Dieser Unterschied ist mir wichtig. Er schafft Nähe, ohne Grenzen zu überschreiten. Er erlaubt Mitgefühl, ohne Gleichsetzung.
- Genau darin entsteht ein Raum, in dem du dich gesehen fühlen darfst.
- Ich weiß, wie es ist, keine Kraft zu haben. Nicht im übertragenen Sinn, sondern ganz konkret.
Keine Kraft, Briefe zu öffnen, die vor dir liegen. Keine Kraft, abends noch das Telefon in die Hand zu nehmen. Keine Kraft, dich um Dinge zu kümmern, von denen du weißt, dass sie eigentlich wichtig wären.
Vor über zwanzig Jahren hat mir eine Freundin davon erzählt. Damals konnte ich es nicht verstehen. Heute verstehe ich es bis in jede Zelle.
Wenn dein Körper dauerhaft überstresst ist, fehlt dir die Energie für alles, was zusätzlich dazukommt. Nicht, weil du nicht willst, sondern weil dein System nicht mehr kann. Für diesen Zustand habe ich ein Bild gefunden, das ihn sehr gut beschreibt: An vollen Töpfen verhungern.
Das Wissen ist da. Das Bewusstsein ist da. Du weißt, was dir guttun würde, welche Nährstoffe wichtig sind, was deinem Körper helfen könnte. Es kann alles vor dir stehen und trotzdem fehlt dir die Kraft, es zu dir zu nehmen.
Selbst ein Spaziergang kann sich dann anfühlen wie eine zentnerschwere Last. Etwas, das du aus eigener Kraft nicht mehr schaffst. In solchen Momenten braucht es manchmal jemanden von außen. Jemanden, der nicht diskutiert, sondern hält. Der sagt: Jetzt gehst du raus. Egal, wie du aussiehst. Egal, wie unvorbereitet du dich fühlst.
- Ich weiß, wie es ist, im Schlafanzug mit Winterjacke vor die Tür zu gehen, ohne vorher im Bad gewesen zu sein, einfach Mütze auf und raus. Und ich weiß auch: Allein hätte ich das nicht geschafft. Mein Mann hat mich damals regelrecht rausgezogen, als ich im Long Covid und Burnout war.
- Ich weiß, wie es ist, sehr stark übergewichtig zu sein. Und ich weiß, wie es ist, über vierzig Kilo weniger zu wiegen. Was dabei oft unterschätzt wird: Dein Bewusstsein kommt nicht automatisch mit. Du greifst weiterhin nach Kleidung, die viel zu groß ist, obwohl du sie nicht mehr brauchst. Nicht aus Unachtsamkeit, sondern weil dein inneres Bild noch nicht nachgezogen ist. Veränderung will verarbeitet werden. Verdaut. Auf allen Ebenen.
- Ich weiß auch, wie es ist, wenn das Thema Gewicht wieder in den Vordergrund rückt, obwohl du dachtest, du hättest es im Griff. Ich weiß, wie es ist, das Gewicht zu halten und dann aber auch dabei zusehen zu müssen, wie dein Körper wieder zunimmt. Nicht aus Nachlässigkeit, sondern aus innerem Druck. Weil es deinem Körper schlecht geht. Weil das gesamtes Körpersystem Stress bedingt aus dem Gleichgewicht geraten ist. Ich weiß, wie machtlos es sich anfühlt, wenn die Zahl auf der Waage wieder nach oben geht. Wenn du realisierst, dass du gerade keinen Zugriff hast.
- Ich weiß, wie es ist, innerhalb eines Jahres immer wieder neu zu starten – gefühlt zwanzig Mal. Mit Härte. Mit Strenge. Mit Druck. Mit dem Gedanken: „Du weißt doch genau, wie es geht. Du hast es doch schon einmal geschafft.“
- Und ich weiß auch, wie es ist, wenn dein Körper darauf nur antwortet: Nein. Nicht jetzt.
Nicht aus Trotz, sondern aus Schutz.
Zulassen.
Loslassen.
Zwei Worte, so klein und doch so gewichtig. Oft so viel schwerer umzusetzen als jeder neue Plan.
Ich weiß, wie es ist, Mobbing zu erleben. Ausgegrenzt zu sein. Wie etwas in dir dadurch langsam schwächer wird, wie du innerlich lahmgelegt bist. Deine Gedanken kreisen, du hältst innere Plädoyers, stellst dir Gespräche vor, in denen du endlich sagen würdest, was gesagt werden müsste und erlaubst es dir dann doch nicht. Die Grenze ist spürbar da, aber du ziehst sie nicht. Nicht, weil du sie nicht kennst, sondern weil dir die Kraft fehlt.
- Ich weiß, wie es ist, wenn dein Körper irgendwann eine klare Grenze setzt und signalisiert: „Hier ist Schluss.“
- Ich weiß ebenso, wie es sich anfühlt, diese Grenze zu übergehen. Mit Härte. Mit Druck. Mit inneren Sätzen wie: „Stell dich nicht so an.“
- Ich weiß, was passiert, wenn du dich selbst übergehst, obwohl dein Körper längst etwas anderes sagt.
- Ich weiß, wie es ist, Schmerzen zu haben. Ich weiß nicht, wie es ist, nicht laufen zu können, aber ich weiß sehr wohl, wie es ist, aufzustehen und das Gefühl zu haben, dass jeder Knochen schmerzt. Ich weiß, wie es ist, Migräne zu haben, wenn jedes Geräusch zu viel ist und Dunkelheit das Einzige, was noch erträglich erscheint. Ich weiß, wie es ist, wenn dein Körper keine Position mehr findet, in der er schmerzfrei liegen kann.
- Ich weiß auch, wie es sich anfühlt, Todesangst zu haben. Wenn das Atmen schwer wird, wenn ein Druck auf deiner Brust liegt, der dich glauben lässt, nicht mehr richtig Luft zu bekommen. Wenn die Angst entsteht, einzuschlafen, aus Sorge, morgens nicht mehr aufzuwachen. Das sind keine Gedanken. Das sind reale Körperzustände.
- Ich weiß, wie es ist, wenn sich dein Körper sichtbar verändert. Wenn deine Haut voller Schuppenflechte ist, besonders an den Beinen, und du dich im Sommer am liebsten verstecken möchtest. Ich weiß, wie es ist, dich für deinen Körper zu schämen. Ich weiß, wie es ist, Haarausfall zu haben, der so stark ist, dass du dich kaum noch wiedererkennst.
- Ich weiß, wie es ist, wenn deine Schilddrüse vollständig entfernt wird, weil ein Kropf nach innen und außen gewachsen und voller heisser und kalter Knoten ist. Wie es ist, mit einer Narbe zu leben. Wie es ist, wenn dein Hormonhaushalt plötzlich durcheinandergerät, Albträume auftauchen, ohne äußeren Anlass. Ich weiß, wie es ist, Angst vor Krebs zu haben. Ich weiß, wie existenziell diese Angst sein kann. Ich weiß, wie es ist, nachts nicht schlafen zu können, Heißhunger auf Süßes zu haben und dich dafür innerlich zu verurteilen.
- Ich weiß auch, wie grausam du mit dir selbst sprechen kannst. Wie Worte, die du dir täglich sagst, zu einer Form von Selbstmisshandlung werden. Und ich weiß, was sich verändert, wenn dieser innere Ton weicher wird. Ehrlicher. Liebevoller. Dein Körper reagiert darauf. Nicht magisch, sondern folgerichtig.
- Ebenso weiß ich auch, dass es anders sein kann. Wie es sich anfühlt, wenn du deine Grenzen ernst nimmst. Wenn du aufhörst, gegen dich zu arbeiten, und beginnst, mit deinem Körper zu gehen. Dann wird vieles leichter. Nicht sofort. Nicht perfekt. Aber spürbar. Weil der innere Kampf endet und dein Körper wieder mitmacht.
All das habe ich nicht aus einem Schulbuch. Ich habe es erlebt. Durchlebt. Überlebt. Das bedeutet nicht, dass ich weiß, wie es für dich ist. Aber es bedeutet, dass ich weiß, wie sich solche Zustände anfühlen können.
Vor Allem weiß ich, dass Veränderung möglich ist. Nicht linear. Nicht für alle gleich. Aber real.
Deshalb ist mir die Arbeit mit dem Körper, mit ganzheitlicher Gesundheit, mit innerer Sprache und inneren Bildern eine Herzensangelegenheit. Nicht, weil ich alles weiß. Sondern weil ich weiß, wie es sich anfühlt – und wie viel möglich wird, wenn du nicht mehr allein damit bleibst.
Wenn du dich in diesen Zeilen wiederfindest, dann nicht, weil du schwach bist.
Sondern weil dein Körper sehr klar spricht.
In meiner Begleitung geht es nicht darum, dich zusammenzureißen oder besser zu funktionieren. Es geht darum, wieder in Kontakt zu kommen mit deinem Körper, deinen Bedürfnissen und einer Sprache, die nicht verletzt, sondern trägt.
Veränderung entsteht nicht durch mehr Druck.
- Sondern durch Verständnis.
- Durch Präsenz.
- Durch einen sicheren Raum, in dem nichts „repariert“ werden muss.
Wenn du das Gefühl hast, dass es Zeit ist, dich selbst wieder ernst zu nehmen, dann begleite ich dich gerne auf diesem Weg.
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